Nur eine Frau
2019
Synopsis
Das von Sherry Hormann inszenierte und von Sandra Maischberger produzierte Drama erzählt die wahre Geschichte der Hatun Aynur Sürücü; die im Jahr 2005 von ihrem eigenen Bruder auf offener Straße ermordet wurde. Durch die intensive Darstellung Almila Bagriaciks und die glaubwürdige Rekonstruktion der Ereignisse bringt dieser beeindruckende Film dem Zuschauer das Schicksal von Aynur nahe.
Auf kluge Weise verknüpft Sherry Hormann Realität und Fiktion, in dem sie auch Originalbilddokumente einblendet und so die Erinnerung daran, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, aufrechthält. Kamera und Erzählung (Drehbuch: Florian Oeller) sind extrem dicht an den Personen und lassen die inneren und äußeren Konflikte der Figuren deutlich werden. Dabei dämonisiert der Film niemanden und zeigt – auch durch die sehr gute Darsteller*innenleistung- klar, dass auch die Täter innerhalb ihrer gesellschaftlichen und religiösen Strukturen gefangen sind. Als Gegenbeispiel existieren im Film aber auch andere Formen des Islam und Menschen, die mit Toleranz und dem Wunsch nach einem gleichberechtigten Miteinander agieren. Durch die Kommentierung der Hauptfigur im Off kann man als Zuschauer sehr nah Aynurs Schicksal folgen und ihre Perspektive einnehmen. Hormann und Oeller erzählen konsequent und klar und machen deutlich, was für eine starke Persönlichkeit Aynur war. Betont wird dies auch durch das überzeugende Spiel von Almila Bagriacik, die Aynur nicht als reines Opfer wirken lässt, sondern zeigt, wieviel Stolz, Lebensfreude und auch Wut in dieser jungen Frau steckten. Ohne einen moralischen Zeigefinger zu erheben, zeigt NUR EINE FRAU auf, wie sehr die Gleichberechtigung von Frauen, die in unserem Land so selbstverständlich zu sein scheint, in manch extremen Bereichen fehlt. Und dass Frauen wie Aynur in ihrem Kampf um eben jene Gleichberechtigung nicht alleine gelassen werden dürfen. Ein wichtiger differenzierter Film zu einem immer noch hochaktuellen Thema.
Auf kluge Weise verknüpft Sherry Hormann Realität und Fiktion, in dem sie auch Originalbilddokumente einblendet und so die Erinnerung daran, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, aufrechthält. Kamera und Erzählung (Drehbuch: Florian Oeller) sind extrem dicht an den Personen und lassen die inneren und äußeren Konflikte der Figuren deutlich werden. Dabei dämonisiert der Film niemanden und zeigt – auch durch die sehr gute Darsteller*innenleistung- klar, dass auch die Täter innerhalb ihrer gesellschaftlichen und religiösen Strukturen gefangen sind. Als Gegenbeispiel existieren im Film aber auch andere Formen des Islam und Menschen, die mit Toleranz und dem Wunsch nach einem gleichberechtigten Miteinander agieren. Durch die Kommentierung der Hauptfigur im Off kann man als Zuschauer sehr nah Aynurs Schicksal folgen und ihre Perspektive einnehmen. Hormann und Oeller erzählen konsequent und klar und machen deutlich, was für eine starke Persönlichkeit Aynur war. Betont wird dies auch durch das überzeugende Spiel von Almila Bagriacik, die Aynur nicht als reines Opfer wirken lässt, sondern zeigt, wieviel Stolz, Lebensfreude und auch Wut in dieser jungen Frau steckten. Ohne einen moralischen Zeigefinger zu erheben, zeigt NUR EINE FRAU auf, wie sehr die Gleichberechtigung von Frauen, die in unserem Land so selbstverständlich zu sein scheint, in manch extremen Bereichen fehlt. Und dass Frauen wie Aynur in ihrem Kampf um eben jene Gleichberechtigung nicht alleine gelassen werden dürfen. Ein wichtiger differenzierter Film zu einem immer noch hochaktuellen Thema.
Mehr Infos
Bayrischer Filmpreis 2019 / Nominierung Best Narrative Feature
Tribeca Film Festival New York 2019
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